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Hybrid-Systeme / Speicherung MiniPV-Anlagen / PowerStation
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SolarSysteme A. Lange
Mit einer Fotovoltaik Solar-Anlage wird der erzeugte Gleichstrom durch einen Wechselrichter in Wechselstrom bzw. Wechselspannung umgewandelt. Die Höhe der Wechselspannung beträgt in Deutschland 230V mit einer Frequenz von 50 Hz ( Hertz ). In den MiniPV-/Balkon-Anlagen wird die solar erzeugte Wechselspannung parallel an das bestehende 230V-Netz angeschlossen. Sobald der Wechselrichter 230V und die 50 Hz erkennt, synchronisiert er sich mit dem Netz und ist damit funktionsbereit. Sobald Sonne auf die Module scheint, wird Strom in das Netz geliefert. Wird der Wechselrichter durch einen Schalter oder Netzausfall vom Netz getrennt, schaltet er sich unmittelbar aus. Durch diese unmittelbare Abschaltung bei Fehlen des Netzes, wird sichergestellt, dass bei herausgezogenem Stecker kein Stromschlag erfolgen kann. Also ein ganz wichtiges Sicherheitsmerkmal. Durch diese automatische und nicht beeinflussbare Abschaltung wird aber auch eine Speicherung des Stromes in einem Akku zur Nutzung im Falle eines generellem Stromausfalls nicht möglich, da der verbaute Wechselrichter nicht arbeiten wird, obwohl ausreichend Strom im Akku gespeichert wäre. Ist ein öffentliches Netz vorhanden kann die im Akku gespeicherte Energie aber in der Nacht genutzt werden. Solche Akkus sind fest installiert und auch für MiniPV- Anlagen erhältlich. Eine Powerstation ist eine separate bewegliche Akku-Speicherlösung. Die Speicherung auch von Strom aus einer MiniPV-Anlage kann einfach über das 230V-Ladegerät aus dem Hausnetz erfolgen, wenn Sonne scheint, und somit solarer Strom erzeugt wird. Soll auch bei einem generellen Netzausfall der gespeicherte Strom automatisch nutzbar sein, sind andere Wechselrichtertypen notwendig, nämlich entweder ein Inselwechselrichter (IWR) oder ein Hybridwechselrichter. Die Gruppe Hybridwechselrichter (HWR) kann noch einmal unterteilt werden in netzparallelem (NP-HWR) und netzautarkem ( NA-HWR ). Der NP-HWR hat die Anschlussmöglichkeiten von PV-Modulen, öffentlichem 230V-Netz und Akku. Der NP-HWR wählt entsprechend seiner Programmierung selbstständig aus den 3 verschiedenen Spannungsangeboten aus. Damit ist sichergestellt, dass immer, auch bei Netzausfall und bewölktem Himmel, Strom zur Haus-Versorgung zur Verfügung steht. Ein kleiner Wermuts-Tropfen: Für die Notstrom-Versorgung ist ein separater Geräte-Ausgang vorhanden, und damit ein separater Stromkreis notwendig. Der NP-HWR kann Strom ins öffentliche Netz einspeisen. Der NA-HWR wird vereinfacht gesagt zwischen dem EVU-Hauptanschluss und dem Hausnetz geschaltet. Der NA-HWR muss also in der Lage sein, den gesamten Strom des Hauses liefern zu können. Auch an diesen NA-HWR können öffentliches 230V-Netz, PV-Anlage und Akku angeschlossen werden, das Gerät wählt die geeignete Versorgungsquelle entsprechend der Geräteeinstellungen aus. Damit ist dann sichergestellt, dass alle am Hausnetz angeschlossenen Geräte auch im Fall eines überregionalen Netzausfalles entsprechend der Akku-Kapazität mit Strom versorgt sind. Der NA-HWR kann keinen Strom ins öffentliche Netz einspeisen. Der IWR ist vereinfacht gesagt, ein abgespeckter NA-HWR, da am IWR kein Strom aus dem öffentlichen Netz eingespeist wird. ohne Gewähr